Der Stahlbau
ist seit vielen Jahrzehnten ein fester Begriff in der Ingenieurbaukunst. Weltweit weitestgehenend genormte Profile sichern Wirtschaftlichkeit und Verfügbarkeit.

Seinen Ursprung schöpft der Stahlbau aus dem Holzbau. Ein statisch bestimmtes Einfeldträgersystem zwischen Gelenkknoten wird auch in hochaufgelöster, facettenreicher Forme die Wirtschaftlichkeit dieses edlen Baustoffes dokumentieren.

   
Je mehr ein statisches System von dieser Form abweicht, umso höher wird der Materialverbrauch. Geschickte Systemwahl mit einem hohen Anteil von Zugstäben verringert den Materialaufwand gegenüber eingespannten Methoden drastisch. Zu betrachten ist nicht nur ein Bauteil, sondern das gesamte Bauwerk. Dazu gehören in aller Regel auch Fundamente. Tragwerksplanung, die selbstverständlich die Statik einschließt, lautet das Zauberwort, denn erst ‚unterm Strich’ zeigt sich die kostengünstigste Lösung!
Nicht überall kann ein Gelenkträger-/-Deckensystem (z.B. Gerberträger) ausgeführt werden. Hier bieten durchlaufende Systeme eine gute Alternative. Im Hochhausbau haben sich Geschossrahmen bewährt, weil sie dem Architekten ein Plus an Gestaltungsfreiheit zur Hand geben. In erdbebengefährdeten Gebieten (Rheingraben, Donaugebiet bis Regensburg, Gebiet um Gera - Zwickau) ist die Rahmenform der Fachwerkknotenform aufgrund größerer Elastizität vorzuziehen.
   
Wirtschaftlichkeit und Flexibilität prägen den Industriebau, Ästhetik wird besonders bei architektonisch betonten Bauwerken gefordert. Ob Hallen, Stahlskelettbauten (Hochhäuser) oder weitgespannte Brücken mit harfenartigen Pylonen, alles kann der Stahlbau vorzüglich bedienen. Durchdachte Planungen bewirken eine rasche Fertigung und eine kurze Bauzeit. Diese Flexibilität ergibt sich durch die Verwendung relativ leichter, schlanker, hochbelastbarer Bauteile und einen hohen wie auch präzisen Vorfertigungsgrad.

Korrosionsschutz  
Stahl hat eine hohe Affinität zum Sauerstoff; es kommt zur ungewünschten Rostbildung. Dieser wird je nach Erfordernis durch Schutzfarbe, Beschichtung, oder Verzinkung begegnet. Der Witterung dauern ungeschützt ausgesetzte Bauteile sollte man feuerverzinken, eventuell zusätzlich mit einer Deckschicht, dem so genannten Duplex-System versehen. Auch bei aggressiver Innenluft ist diese Schutzart zu bevorzugen. Ansonsten genügen einschlägige Schutzanstriche. Bauteile die dauernd ausreichend dick mit Beton ummantelt sind, benötigen keinen Anstrich. Allen gemeinsam ist aber, dass der Stahl vor dem Auftrag der Schutzmittel möglichst metallisch blank ist. Zusätzlich sollten Stahlbauteile, wie es auch im guten Holzbau Sitte ist, bereits durch Formgebung und Anordnung so eingebaut werden, dass Wasseransammlungen vermieden, Schmutzablagerungen erschwert (offene Profilseiten nach unten), freie Zugänglichkeit der Bauteile gegeben, oder luft-/wasserdampfdichte Verschlüsse von Hohlkörpern (z.B. Rohre) gewährleistet sind.

Brandschutz  
Je nach Verwendung sind ungeschützte Profile und filigrane Stahlbauwerke bauaufsichtlich länderspezifischen Brandschutzvorschriften unterworfen, denn der Stahl ändert jenseits von plus 500°C seine Eigenschaften. Die Festigkeit lässt mit weiter steigender Temperatur nach. Spezielle Ummantelungen sind nötig um den Brandschutzanforderungen zu genügen. Entsprechende Maßnahmen haben dämmende, abschirmende oder wärmeabführende Wirkung. Zum Einsatz kommen Anstrichen (bis F 30), dämmende, der Profilform folgende Ummantelungen/Verkleidungen aus mineralischen Spritzputzen mit Vermiculite oder Fasern, Umkleidungen (Promat, Gipskarton bis > F90 möglich), raumabschließende Systeme (abgehängte Decken) und besonders im Hochhausbau in den Ummantelungen thermisch frei zirkulierendes Wasser. Als vorbeugender Brandschutz haben sich Sprinkleranlagen vorzüglich bewährt. Deren Einbau schlagen sich bei Sachversicherern mit einem Prämiennachlass bis 50% nieder.

Wärmeschutz  
Bei der Verwendung von Stahlteilen im Massivbau ist Wärmeschutz immer dann ein Thema, wenn diese Teile auf der der Außenluft zugänglichen Bauteilen ruhen. Die hohe Wärmeleitfähigkeit des Stahls kann zur unerwünschten Tauwasserbildung führen. Der Statiker, der in aller Regel auch den Wärmeschutznachweis führt, ist gut beraten bei solchen Bauteilen bereits beim stat. Nachweis auf diesen Umstand hinzuweisen. Zur Vermeidung von Kältebrücken sollten Wärmedämmstoffe in ausreichender Dicke Stahlteile in der Fläche allseitig mindestens um 10 cm überlappen. Mineralische Dämmungen sind Schaumstoffplatten wegen ihrer nicht schrumpfenden Formbeständigkeit vorzuziehen.
Soviel in aller Kürze an angerissener Information  
   

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und den Brückenbau    

(≤12 m freie Stützweite).